Snapchatstory… Instastory… Facebookstory und nun LinkedInstory? In dieser Woche launchte die B2B Plattform ihre ersten 3 Videofilter und springt damit aufs gleiche Pferd wie seine Mitstreiter. Wie können Unternehmen davon profitieren?

Mit dem neuen Update präsentiert LinkedIn eine neue Videofunktion. Ab sofort kann man Videos aufnehmen und sie anschliessend mit Filtern und Text versehen. Aktuell gibt es lediglich drei Filter, die auch noch etwas „altbacken aussehen. Instagram und Snapchat haben die Messlatte für Filter offensichtlich sehr hoch gelegt.

  

Noch mehr Story-Content — brauch ich das wirklich?

Das habe ich auch zuerst gedacht. Aber man muss weiterführend denken. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und genau wie ich können sich sicher noch viele daran erinnern, wie wir uns aufgeregt haben, als Instagram Storys ins Leben gerufen hat. „Alles von Snapchat geklaut! Heute möchte ich es nicht mehr missen.

Ich bin überzeugt, dass in der noch nicht ganz ausgebauten neuen Funktion viel Potenzial für Unternehmer steckt, die sich und ihre Firma auf LinkedIn präsentieren.

Nun kann man ohne viel Aufwand Business-Content an die richtige Zielgruppe richten: ein kleines Video aus dem Büro, eine Momentaufnahme eines Firmenevents oder ein schnelles Video, um seinem Netzwerk mitzuteilen, dass man den grossen Pitch gewonnen hat.

Mein Test der neuen Video Filter auf LinkedIn.

 

LinkedIn = Business

Der grosse LinkedIn-Vorteil: der neue Video Content auf deinem LinkedIn-Feed wird nicht wie auf Instagram oder Facebook von Hunderten privater Posts verschluckt. Ich persönlich bin schon mit einem anderen Gefühl auf der App. Instagram ist für mich Freizeit und Entspannung. Bei LinkedIn konzentriere ich mich und stelle mich darauf ein, Content zu sehen, der etwas mit der Arbeit zu tun hat. Und dann will ich auch diese Art Content konsumieren.

 

Bye Bye Boring

LinkedIn war bisher eher die langweilie B2B Plattform, auf der man sich vernetzen und alles posten und konsumieren kann, was irgendwie mit der eigenen Businessbranche zu tun hat. Für mich hat die Plattform bisher einfach ihren Sinn und Zweck erfüllt, aber nicht wirklich Spass gemacht. Ich halte es für einen guten Schachzug von LinkedIn, nun auch auf Videocontent zu setzen. Mit Videos kann man Emotionen auslösen — auch wenn es nur ein simples Smartphonevideo ist. Vermutlich will LinkedIn mit dem neuen Feature auch eine jüngere Zielgruppe auf ihre Plattform holen.

Wenn LinkedIn die Features noch ausbaut und auch eine Fotofilter-Funktion launcht, prophezeie ich grosses Potential. Die Idee ist gut — beruflicher Content kann von privaten Inhalten getrennt werden und wird so stärker, und vor allem von den richtigen Personen, wahrgenommen.

 

Was hältst du von der neuen Funktion?
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Fotocredit: Shutterstock