Gut gemeint und doch gescheitert: Im Oktober 2017 brachte Facebook den 🚀 Explore-Feed.
Er sollte User von Branded-Content im normalen Feed befreien — quasi back to the roots. Doch die Freudentänze hielten sich in Grenzen.

Die Idee: Durch getrennte Feeds können wir wieder mehr Content von Freunden und Familie sehen. Der Explore-Feed sollte uns ermöglichen, spannende Inhalte an einem zentralen Platz zu entdecken — wenn wir bewusst nach Branded Content suchen.

"Bringing people closer together" — Facebooks Meldung zur Einführung des Explore-Feeds.

Dass Marken alles andere als begeistert vom Explore-Feed waren ist eigentlich keine Überraschung. Schliesslich konnte keine organische Reichweite mehr erreicht werden. Die Zielgruppe musste nun bewusst auf die Suche nach Branded Content gehen — ein absoluter Albtraum für grosse Marken, der so manchem Content-Manager schlaflose Nächte bereitet haben mag. Wo ist also der wahre Nutzen?!

 

Die Testphase dauerte knapp 5 Monate und brachte ziemlich schnell Licht ins Dunkle: Obwohl User ständig bemängeln, dass sie weniger Branded Content und mehr von ihren Freunden und Familien sehen wollen. Facebook-User sträuben sich gegen getrennte Feeds. Rückmeldungen wie „Das bringt uns nichts“ häuften sich zunehmend. Der Explore-Feed half nicht dabei, die Verbindung zwischen Freunden auf Facebook zu verbessern. Ausserdem wurde die fehlende Aktualität der Beiträge im Explore-Feed bemängelt. 

Facebook hat aus der harschen Kritik klare Konsequenzen gezogen: Es war ein netter Versuch, doch das Projekt Explore-Feed ist gescheitert und wird nun wieder von der Plattform verbannt. Zur offiziellen Meldung von Facebook

Es bleibt spannend, wie Facebook in Zukunft den vielen Ansprüchen seiner User gerecht werden will.

Publisher stehen — ob mit oder ohne Explore-Feed — vor der gleichen Herausforderung: Wie können wir Content entwickeln, der Interaktionen auslöst und in den begehrten Feeds auffällt. Branded Content gibt es endlos, die wahre Kunst ist es, Content zu entwickeln, der heraussticht.

So… Let’s do it — create excitement.